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Im Jahr 1929 wurde in Russland die „Erste Moskauer Uhrenfabrik" gegründet. Sie baute ab 1930 vor allem Uhren für die Armee und die Marine. Eine Uhr vom Typ „Sturmanskie" („Navigator") nahm 1961 Juri Gagarin, der weltweit erste Kosmonaut, auf seinem Flug ins All mit. Seit damals führt die „Erste Moskauer Uhrenfabrik" stolz den Markennamen „Poljot" („Der Flug"). Die Marke wurde weltweit bekannt. In Deutschland gründete man daraufhin die Firma „Poljot-V", die Poljot-Uhren nach westeuropäischem Geschmack leicht modifiziert und unter dem Markennamen „Poljot-International" anbietet.
Inzwischen hat Poljot-International zwei weitere Marken entwickelt-. im Jahr 2002 die „Alexander Shokoroff", die Poljot-Uhren russischen Persönlichkeiten widmet, und 2005 die „CCCP", bei der moderne Uhren nach dem Vorbild historischer russischer Armbanduhren äußerlich so perfekt wie möglich nachgebaut werden.
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Die Firma Puma wurde 1948 in Herzogenaurach als Sport-und Lifestyle-Anbieter gegründet. Im Jahre 2004 entstand eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Egana Goldpfeil (Holdings) Ltd., Spezialist für Kreation und Vermarktung von Markenuhren.So ergab es sich von selbst, dass seit 2005 auch unter der Marke „Puma" Uhren produziert werden. Sie alle zeichnen sich durch eine sportliche Note und originelles Design aus. Jede Puma-Uhr ziert als Markenzeichen die Raubkatze
im Sprung sowie das Puma-Gründungsjahr.
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In Schaffhausen richtete sich Ueli Preisig nach gründlicher Lehre und ausgiebiger Praxis bei mehreren Unternehmen ein eigenes Uhrmachergeschäft ein, und legt besonderen Wert auf mechanische Uhren. Aber „immer war es mein Traum, eigene Uhren zu bauen" — so Ueli Preisig. Im Jahre 2001 legte er sein erstes Meisterwerk vor-. die SH 500. Sie entstand zum 500jährigen Jubiläum des Kantons Schaffhausen (1501 trat dieser der Schweiz bei). Preisigs Start war erfolgreich- binnen 14 Monaten waren alle 500 Exemplare der SH 500 verkauft. Inzwischen sind drei weitere Uhren entstanden, über die Ueli Preisig sagt- „Ich will keine Designer- oder Modeuhren auf den Markt bringen. Von meinen Produkten soll auch der Urenkel in 100 Jahren noch sagen, dass der Hersteller etwas von Uhrengestaltung verstanden habe."
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In der Uhrmacherschule Pforzheim, dann in der Meisterschule Schwenningen entdeckte Rainer Brand, der eigentlich Goldschmied werden wollte, dass die Uhrmacherei seine große Lebensaufgabe ist. Er arbeitete bei kleinen, namhaften Unternehmen und beschloss 1992, sich in Heimbuchenthal im Bayerischen Spessart selbstständig zu machen. Der Marke „Rainer Brand" gab er nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Lebenseinstellung mit: Perfektion, Qualität, Understatement. Brands Philosophie: „Das Uhrmacherhandwerk hat die Möglichkeit, den Spagat zu bewerkstelligen und das Alte, die Handwerkskunst, mit dem Neuen, Design und Präzision, harmonisch zu verbinden. Das ist genau mein Anspruch."Die Kollektion von Rainer Brand ist klein, aber charakteristisch. Alle Uhren haben mechanische Werke, von einem Typ werden im Jahr höchstens 600 bis 700 Exemplare hauptsächlich für den deutschen Markt gebaut.
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Aus der in Lengnau im Schweizer Kanton Bern 1917 gegründeten Uhrenfabrik wurde die Firma Rado, die 1957 ihre erste Uhrenkollektion präsentierte. Heute hat Rado weltweit 300 Mitarbeiter, denen es in erster Linie um das Design geht, das sie als eine „Verschmelzung von Form und Funktion" betrachten. Bei der Kreation einer neuen Uhr gilt der Grundsatz „Weniger ist mehr".
Alles, was die Gesamtlinie stört, was Klarheit und Ausdruckskraft beeinträchtigen könnte, wird weggelassen. Rado hat seit 1990 zahlreiche Auszeichnungen, vor allem für das Design, bekommen
— unter anderem drei Mal in Japan (Ministerium für Internationalen Handel und Industrie sowie „Good Design"), drei Mal in den USA (Museum of Architecture and Design Chicago) und fünf
Mal in Deutschland (Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen und IF Hannover).
Besonderer Wert wird nicht nur auf zeitlose Eleganz, sondern auch auf beständige High-Tech-Materialien wie Saphierglas, Spezial-Keramik und Hartmetall gelegt. Die kratzfesten Saphirgläser werden mit einem Diamanten aus einem synthetisch hergestellten Saphirblock geschnitten und weiterbearbeitet. Das Material der keramischen Elemente findet nicht nur Verwendung in
Raumfahrt und Motorsport, sondern auch in der Medizin die Keramik hat sich als ausgesprochen hautfreundlich erwiesen. Die verwendeten Materialien sind nicht nur optisch überaus ansprechend und harmonieren miteinander, sondern garantieren auch einen hohen Tragekomfort. Die
Modelle der „Jubilé-" und „Superjubilé"-Kollektion sind außerdem mit Diamanten geschmückt.
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Raymond Weil wurde 1926 in Genf geboren, seine Uhrenmarke begründete er 1976. Von Anbeginn gab es im Unternehmen eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Alle Modelle von Raymond Weil werden hier entworfen und realisiert. Inzwischen hat man die handwerkliche Tradition des Kleinbetriebs verlassen und ist zu einer industriellen Fertigung übergegangen, ohne an Originalität und Qualität einzubüßen.
Heute ist Raymond Weil in 86 Ländern vertreten, hauptsächlich in den USA und in England, in Australien und Russland, in Saudi-Arabien und auf dem asiatischen Kontinent. Raymond Weil ist ein großer Musikfreund, sein Schwiegersohn Oliver Bernheim, der jetztige Firmenpräsident, ebenfalls. So kommt es, dass viele Uhrenkollektionen von Raymond Weil Opernnamen tragen.
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Auf der Straße von Basel nach Olten, in der Schweiz, liegt das Städtchen Waldenburg. Vor 150 Jahren wurde dort die Eisenbahn gebaut, und Waldenburg als Reisestation wurde uninteressant. Mit mäßigem Erfolg wurde mit der Uhrenproduktion begonnen —bis sich 1853 der junge Kaufmann Gödöon Thommen darum kümmerte. Er modernisierte alles, erfand viel Neues und baute Qualitätsuhren sowie ab 1920 Präzisionsinstrumente für die Flugzeugindustrie.
Legendär wurde die Wecker-Armbanduhr „Cricket": drei US-Präsidenten — Truman, Eisenhower und Johnson — trugen sie. Seit 2001 werden Thommen-Uhren von der Uhrenfabrik Grovana in der Region Basel nach wie vor in Handarbeit hergestellt.
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Richard Bethge lernte in Pforzheim das Uhrmacherhandwerk. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er in (springen, gleich in der Nachbarschaft, mit sieben Mitarbeitern eine eigene Uhrenfarbrik. Inzwischen sind dort 21 Fachleute am Werk. Heute leiten seine Söhne Heinz und Wolfgang Bethge das Unternehmen, aber auch die dritte Generation ist schon aktiv.
Hier werden Armbanduhren aller Art hergestellt, jedoch auch Taschenuhren: für Damen und für Herren, mit Mechanik-und Quarz-Werken, auch Chronographen und Sonderanfertigungen. Zum Teil werden sie noch unter der Marke „Erbe", zurückzuführen auf die Anfangsbuchstaben von „Richard Bethge", herausgebracht.
Eines von Bethges großen Verdiensten- Auf seine Initiative entstand die berühmte Uhrmacherschule Pforzheim, der er 23 Jahre als Obermeister vorstand.
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Fritz Meyer gründete das Unternehmen 1888 in Solothurn als Zulieferbetrieb für Uhrenproduzenten. Nach 1897 stellte man bei Meyer auch Uhrenwerke her, schließlich ab 1898 komplette eigene Uhren. Neue Werkstätten in sechs Schweizer Orten wurden eingerichtet, 1932 hatte das Unternehmen bereits 1200 Mitarbeiter. Im Jahre 1905 hatte die Firma eine Uhrenmarke namens „Roamer" herausgebracht. Diesen Namen bekam nun 1966 das ganze Unternehmen: „Roamer Watch".
Im Jahre 2003 fand Roamer-Präsident Steve Kocher im Solothurner Firmenarchiv zufällig eine Pappschachtel mit dem Prototyp einer Uhr aus den 1950er-Jahren, die nie in Serie gegangen war. „Ich war faszniniert wie ein kleiner Junge, der auf dem Speicher in den Schätzen seiner Urgroßeltern kramt", sagt Kocher. Die Uhr wurde modernisiert nachgebaut und führte
zu einer kompletten neuen Serie. Diese wurde „Compétence" genannt, denn auf der kleinen Pappschachtel hatte ein Zettelchen geklebt: „Un signe de compétence"
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Die Firma Rolex stammt eigentlich aus Bayern. Der bayerische Ohrenhändler Hans Wilsdorf ging 1905 aus Kulmbach nach London. Seine englische Vertriebsfirma Wilsdorf & Davis lief großartig. Schon 1908 hatte Wilsdorf eine geradezu revolutionäre Idee: er wollte alle schweren Taschenuhren, damals die gängigen Zeitmesser für unterwegs, durch Armbanduhren ersetzen. Diese gab es zwar schon, aber man traute ihnen nicht viel zu. So beschloss Wilsdorf, selbst solche Uhren herzustellen.
Für seine neuen Armbanduhren wählte er den Namen „Rolex", ohne tieferen Grund — dieser war in allen westeuropäischen Sprachen leicht auszusprechen und zu schreiben. 1920 gründete er in Genf, der hervorragender Uhrmacher-Heimat, seine eigene Armbanduhrenfabrik, die er „Montres Rolex SA"nannte. Dass sich diese Firma durch die Jahrzehnte einen großen Ruf als Branchenführer erwarb und auch erhalten konnte, liegt in erster Linie an der Gründlichkeit, mit der hier überwiegend in Handarbeit Statussymbole fürs Handgelenk geschaffen werden.
Zu den genialen Ideen Wilsdorfs gehörte die Entwicklung der ersten wasserdichten
Armbanduhr-Gehäuse, die schon 1926 bei Rolex entstanden. Sie bekamen den Namen „Oyster", die Auster, und noch heute heißen die wasserfesten Uhren von Rolex so.
Automatik-Uhren der Firma tragen den Seriennamen „Oyster Perpetual", wobei interessant ist, dass der vollautomatische Aufzugs-Mechanismus, an dem viele gute Uhrmacher schon herumexperimentiert hatten, erst nach einer Idee von Wilsdorf im Jahre 1931 perfektioniert wurde. Bis dahin wurden nahezu alle Armbanduhren von Hand aufgezogen.
Nicht weniger bedeutsam ist, dass bis heute hunderttausende von Rolex-Uhrwerken die Zertifikatkion der Schweizer Chronometer-Kontrolle (COCS) erhielten. Das hat keine andere Uhrenfabrik geschafft.
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