| Uhrengläser und Skelett Uhren |
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Saphirglas und Mineralglas
Armbanduhren brauchen ein Glasfenster über dem Zifferblatt. Es gab schon viele Versuche, das ideale Glas zu finden. Bei vielen Uhren benutzt man heute Saphirglas. Dies ist das härteste unter allen Gläsern und extrem kratzfest; nur mit einem Diamanten könnte man es beschädigen. Zur Produktion verwendet man synthetisch hergestellte Saphire.
Im so genannten Verneuil-Verfahren wird ein großer synthetischer Saphirblock hergestellt, aus dem Uhrengläser geschnitten werden, die mit Diamantpulver geschliffen werden. Dieses kratzfeste Saphirglas ist allerdings schlagempfindlich und wird daher bei vielen Sportler-Uhren, die auch mal einen Schlag aushalten sollen, nicht verwendet. Oft benutzt man Mineralglas, das meist aus einer Schmelze mehrerer anorganischer Mineralien hergestellt wird, darunter Quarz, Feldspat, Glimmer, Stein- und Bleiglanz oder Pyrit. Mineralglas ist nicht ganz so kratzfest wie Saphirglas, aber bruchsicherer.
Die Elemente einer Skelettuhr
In den letzten Jahren entstanden zunehmend mechanische Armbanduhren, bei denen auch der Gehäuseboden aus Glas besteht oder mit Glas verarbeitet wird, um Einblick in das komplizierte Innenleben zu erhalten. Die Elemente einer Skelett-Uhr — das filigrane, leichte Gehäuse sowie die Metallteile wie die Platine, die Brücken, die Kloben und das Federhaus — werden durch Sägen, Stanzen oder Fräsen auf das Nötigste reduziert. Die Verglasung auf der Vorder- und Rückseite erlaubt den Einblick in das oft kostbare Uhrwerk. Ein Zifferblatt im herkömmlichen Sinne gibt es nicht, Zifferringe übernehmen seine Funktion. |
