| Ein Ziel, das vierfache Tourbillon |
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Robert Greubel kommt aus dem Elsass, ist Sohn eines Uhrmachers und hat bei mehreren französichen Uhrenherstellern gearbeitet. Bei Audemars Piquet wurde er Teilhaber und Generaldirektor. Stephen Forsey ist Engländer, Uhrmacher und Restaurator. In der Schweiz trafen sich die beiden und gründeten 2001 in La Chaux-de-Fonds ein gemeinsames Unternehmen, das komplizierte Uhrwerke für die Luxusmarken anderer Uhrenfirmen entwickelt. Unter der Marke „Greubel Forsey" produzieren sie außergewöhnliche Uhren, alle individuell nummeriert und handgraviert. Die erste dieser Uhren, die in der Branche gleich großes Aufsehen erregte, war die „Double Tourbillon 30 Grad". Zum ersten Mal sind zwei Tourbillons, ein kleines und ein großes, in einer Uhr beisammen. Das Deine läuft mit einer Umdrehung pro Minute, das große mit vier Minuten.
Das Tourbillon, um das Jahr 1800 für viel größere Uhren erfunden, sorgt mit seinem langsam kreiselnden Käfig, in dem sich die Unruh bewegt, für größere Ganggenauigkeit. Kräfte von außen — etwa die Erdanziehung — wirken auf diese Weise nie längere Zeit gleichmäßig ein. In Armbanduhren wurden Tourbillons erst ab etwa 1945 eingebaut. Die „Double Tourbillon" hat als erste Armbanduhr zwei solcher Tourbillons, ein größeres und ein kleineres, wobei das eine in das andere in einem Winkel von 30 Grad eingebaut ist. Beide Tourbillons wirken auf die Unruh, und der Unterschied von 30 Grad gleicht Unterschiede der Ganggenauigkeit, die durch die wechselnd wirkende Erdanziehung auf die Uhr auftreten, noch besser aus. Es handelt sich um winzige Geschwindigkeitsunterschiede, und genau so winzig ist auch das doppelte Tourbillon-System. Es besteht aus 128 Teilen, wiegt aber nur 1,17 Gramm. Das große Tourbillon dreht sich einmal in vier Minuten, das kleine einmal in einer Minute. |
