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Uhrenmarken

Junghans
Die Pforzheimer Uhr | Uhren Wissen

Junghans

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1861 wird bei Junghans ununterbrochen konstruiert und gefertigt. Legendär sind die Errungenschaften des Gründersohns und Erfinders Arthur Junghans, der in beeindruckender Weise verstand, technischen Fortschritt und traditionelle uhrmacherische Werte zu vereinen. Zahlreiche Patente für mechanische Werke konnten durch ihn erworben werden. Und auch in jüngster Vergangenheit schrieb Junghans Zeitgeschichte. Die Erfindungen und Weiterentwicklungen der Funktechnologie sind eng mit dem Namen Junghans verbunden. Triebfeder dieses Innovations- und Erfindergeistes der Junghans-Uhrmacher war und ist der Anspruch, Uhren höchster Präzision herzustellen.

 

„AUS DER TRADITION IN DIE ZUKUNFT" — unter diesem Motto wurde die Junghans-Kollektion grundlegend neu geordnet. Klar strukturiert basiert sie nun auf drei Säulen und spiegelt damit die Attribute der Marke wider: Tradition, Innovation und Kontinuität. Attraktive, zeitgemäße neue Modelle in bester Verarbeitung, klar gegliedert in drei Modelllinien: „Arthur Junghans" (feinste mechanische Uhren in klassischem Stil. „Avantgarde" (modernste Technologie in Aufsehen erregendem und polarisierendem Design. „Anytime" (bezahlbare Uhren in bester Verarbeitung und zeitgemäßer Optik für Beruf, Freizeit und den festlichen Anlass).

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Die Pforzheimer Uhr PDF
Die Pforzheimer Uhr | Uhren Wissen

Markgraf Carl Friedrich von Baden errichtet 1767 mit Unterstützung des französischen Unternehmers Frani;ols Autran die erste Pforzheimer Uhrenmanufaktur. Im Gegensatz zu der von ihm ebenso geförderten und erfolgreichen Schmuckindustrie — Pforzheim wurde zur „Goldstadt" — endetet das Unterfangen erfolglos Mitte des 19. Jahrhunderts.

Nach 1900 unternahmen die Pforzheimer einen neuen Versuch. Auf die Schmuckbranche verstanden sie sich inzwischen, also versuchten sie es zunächst mit der Her­stellung von Uhren-Gehäusen. Die gelangen so gut, dass sich viele davon an die großen Schweizer Uhrenfabriken verkaufen ließen. Nach und nach entstanden in Pforz­heim auch Werkstätten für Zifferblätter, Zeiger, Kronen und Gläser. Nur Uhrwerke wurden ab 1910 aus der Schweiz importiert, um komplette Armbanduhren zu­sammenzubauen.

 

Die Uhrmacher-Fachschule

Man brauchte also mehr Fachleute, besonders für den Bau von Uhrwerken. So wurde 1927 eine Uhrmacher-Fach­schule mit auswärtigen Lehrkräften gegründet. 1932 be­gann dann die Herstellung eigener Uhrwerke, und ein halbes Dutzend Jahre später stand die Pforzheimer Uhrenindustrie mit 9000 Beschäftigten bereits gut da. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Pforzheimer Uhren­branche allerdings wieder am Boden.

Doch mit dem raschen Wiederaufbau nach der Kriegs­zerstörung gewann auch die Pforzheimer Uhrenindustrie erneut große Bedeutung. Viele Uhren verkauften sich gut auf den Weltmärkten. Zahlreiche Erfindungen wurden patentiert, an der Entwicklung batteriebetriebener Arm­banduhren waren die Pforzheimer ab 1952 beteiligt, an Quarz-Armbanduhren ab 1972. Heute werden in den Pforzheimer Manufakturen auch Spezialprodukte wie Funkuhren sowie wertvolle Schmuckuhren hergestellt.

Eigentlich lag es nahe, mehrere der verhältnismäßig kleinen Pforzheimer Betriebe zusammenzuschließen, um die Fachkräfte besser koordinieren zu können. Trotz meh­rerer Versuche gelang das nicht. So gibt es auch heute noch eine ganze Reihe ausgezeichneter kleiner Manu­fakturen, aber keine wirklich große Firma.

 

Die Pforzheimer Uhrenproduktion

Im Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie hat man es verstanden, die Faszination von über 200 wechselvollen Jahren der lokalen Uhren­produktion lebendig werden zu lassen. Man kann die Entwicklung einzelner Firmen verfolgen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts Ohrenketten und Medaillons für Taschen- wie für Damenumhängeuhren entwickelten und wie dies zu einer starken Belebung der Uhren­produktion führte, die nun Ketten, Gehäuse und ganze Uhren umfasste.

Die Uhrenproduktion war einem ungleich stärkeren Wandel ausgesetzt als die Pforzheimer Schmuckindus­trie. Von der mechanischen Uhr führte auch hier der Weg über elektronische Experimente zur Quarz-Uhr. Doch die starke internationale Konkurrenz führte seit den späten 1960er-Jahren zur Umstrukturierung oder auch Schlie­ßung zahlreicher Traditionsbetriebe.

Nach alten Vorlagen und mit den Techniken des 18. Jahr­hunderts wurde 1985 in der Ohrenabteilung des Museums sogar eine Taschenuhr neu gebaut. Diese „Pforzheimer Uhr", inzwischen in kleiner Serie im Museum produziert, wird auf der Rückseite von einem Doppelporträt geschmückt. Dargestellt ist — nebst seiner Frau Caroline Luise — der Markgraf Carl Friedrich von Baden, der einst im 18. Jahrhundert die Pforzheimer auf die Idee brachte, ihr Glück in der Uhrenfertigung zu suchen.

 

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