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Uhrenmarken

Junghans
Die englische Uhrenepoche | Uhren Wissen

Junghans

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1861 wird bei Junghans ununterbrochen konstruiert und gefertigt. Legendär sind die Errungenschaften des Gründersohns und Erfinders Arthur Junghans, der in beeindruckender Weise verstand, technischen Fortschritt und traditionelle uhrmacherische Werte zu vereinen. Zahlreiche Patente für mechanische Werke konnten durch ihn erworben werden. Und auch in jüngster Vergangenheit schrieb Junghans Zeitgeschichte. Die Erfindungen und Weiterentwicklungen der Funktechnologie sind eng mit dem Namen Junghans verbunden. Triebfeder dieses Innovations- und Erfindergeistes der Junghans-Uhrmacher war und ist der Anspruch, Uhren höchster Präzision herzustellen.

 

„AUS DER TRADITION IN DIE ZUKUNFT" — unter diesem Motto wurde die Junghans-Kollektion grundlegend neu geordnet. Klar strukturiert basiert sie nun auf drei Säulen und spiegelt damit die Attribute der Marke wider: Tradition, Innovation und Kontinuität. Attraktive, zeitgemäße neue Modelle in bester Verarbeitung, klar gegliedert in drei Modelllinien: „Arthur Junghans" (feinste mechanische Uhren in klassischem Stil. „Avantgarde" (modernste Technologie in Aufsehen erregendem und polarisierendem Design. „Anytime" (bezahlbare Uhren in bester Verarbeitung und zeitgemäßer Optik für Beruf, Freizeit und den festlichen Anlass).

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Die englische Uhrenepoche PDF
Die englische Uhrenepoche | Uhren Wissen

Chronometer für die Navigation

Das 18. Jahrhundert war entscheidend für die Entwick­lung der Uhren. Das Land, das dabei eine bedeutende Rolle spielte, war nicht die Schweiz, sondern England. Hier wurden Taschenuhren, vor allem aber See-Chrono­meter gebaut, die an Präzision alle anderen Zeitmesser übertrafen und den Engländern erlaubten, sicher die Weltmeere zu befahren.

Die berühmteste Figur dieser Uhren-Epoche war George Graham (1673 — 1751). Er lernte das Handwerk bei dem erstklassigen Uhrmacher Thomas Tampion, wurde dessen Partner und übernahm 1713 Tampions Geschäft. Graham war zu seiner Zeit der bedeutendste Fachmann für astro­nomische Instrumente und wurde 1722 Master der „Clock­masters Company". Einige seiner Erfindungen waren für die damalige Zeit sensationell. Dazu gehört beispiels­weise die „Graham-Hemmung", wie sie in großen Uhren noch heute verwendet wird, die Zylinder-Hemmung oder das Quecksilber-Kompensations-Pendel.

Damals war es ganz selbstverständlich, dass jede Uhr täg­lich um einige Minuten vor- oder nachging. Graham schaffte es, diese Ungenauigkeit auf wenige Sekunden auszugleichen.

Das Longitudinal-Problem

Graham war nicht nur ein Genie, sondern erwies sich auch als Freund und Förderer der Uhrmacher in aller Welt. Er erwarb keine Patente, seine Erfindungen sollte jeder eder nutzen können. Damit gab er der Uhrmacherei in Frankreich und der Schweiz viele Anstöße. Viele seiner Uhren kann man noch heute im Greenwich Observatori­um sehen.

Ein anderer bedeutender Uhrmacher war John Arnold (1735 — 1799). Er baute auf den Entwicklungen von Graham auf, verfeinerte das Instrumentarium der Gang­regelung und gestaltete immer kleinere Uhren. Für König George 111. schuf er eine Repititionsuhr in einem Finger­ring. Seine Arbeit war von unschätzbarem Wert für die britische Flotte, denn für das Navigieren auf hoher See waren Uhren, die tage- und wochenlang exakt die heimatliche Zeit angaben, unerlässlich.

Die Heimatzeit wurde zu der lokalen Zeit, die die Seeleu­te am Sonnenstand mithilfe ihrer Navigationsgeräte

 

 

ermittelten, in Relation ge­setzt. Auf diese Weise wur­de der präzise Standort auf dem geographischen Län­gengrad ermittelt. Die briti­sche Admiralität setzte für die Lösung dieses so genannten „Lon­gitudinalproblems" durch die Kon­struktion eines möglichst exakt messenden Chronometers die da

mals ungeheure Summe von 20.000 Pfund Sterling als Belohnung aus. Auch John Arnold bewarb sich wie viele engli­sche Uhrmacher um diesen Preis. Doch den Preis gewann im Jahre 1759 keiner

der damals bekannten Uhrmacher, sondern ein Zimmer­mann, Autodidakt und Ohrenbastler: ausgerechnet John Harrison.

Arnold & Son

John Arnold verbesserte seine Schiffs-Chronometer weiter und produzierte, damals noch sehr ungewöhnlich, ganze Serien. Er erfand eine neue Unruh, eine neue Hemmung und hatte berühmte Weltreisende (wie James Cook oder David Livingstone) als Kunden. 1787 nahm er seinen Sohn als Partner auf, seine Firma hieß nun John Arnold & Son".

Dann aber musste das englische Uhrmacher-Handwerk seine führende Rolle an die Schweiz abgeben. Dort ent­standen immer mehr, immer bessere Manufakturen. Von der englischen Uhren-Tradition sprach fast 200 Jahre lang niemand mehr.

Diese Tradition wurde ausgerechnet in der Schweiz wie­der belebt: Der schweizerische Ingenieur Eric Loth, ein großer Freund der historischen englischen Uhren-Bau­kunst, gründete 1994 in La Chaux-de-Fonds mit Gleichge­sinnten die Firma „British Masters" mit den Marken „Gra­ham" und Arnold & Son". Die Uhren lehnen sich in vie­lem an die historischen Modelle an, sie sind durch und durch englisch.

 

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