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Uhren Trend

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Die Feder

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Die Zugfeder ist das Energie-Paket, das die Uhr in Gang hält. Ein Federgetriebenes Uhrwerk ist die einzige Maschine, die nach einmaliger Energiezufuhr bis zu 45 und bei modernen Automatikuhren bis weit über 50 Stunden ohne Zufuhr von Kraftstoff, Druckluft oder Dampf ihren Dienst versieht. Keine Turbine läuft ohne kontinuierliche Dampfzufuhr, kein Automotor, ohne ständig Kraftstoff zu verbrennen, und der moderne Haushalt kollabiert ohne elektrischen Strom. Quarzuhr und Auto haben eine Gemeinsamkeit: Ist der Tank (die Knopfzelle) leer, dienen beide nur noch dazu, uns unsere Abhängigkeit non ihnen zu demonstrieren. Die Frage, ob eine Zugfeder nun, im übertragenen Sinn, Kraftstoff oder Motor ist, lässt sich nicht ganz einfach beantworten- sie ist beides. Nun darf man sich eine Uhrfeder nicht wie ein Gummiband vorstellen, das man in die Länge ziehen kann, und das, wieder losgelassen, sich entspannt und anschließend schlaff herunterhängt. Auch die Feder einer abgelaufenen Uhr verfügt noch über eine beträchtliche Restspannung und würde sich noch ein ganzes Stück ausdehnen, wenn sie in der Uhr den Platz dazu hätte plötzlich gebrochen waren, gehörte früher, als noch ausschließlich die heute nicht mehr Zugfedern sind im Sinne des Wortes stahlhart, haben ein stark verdichtetes Molekularsystem und sind entsprechend spröde. Zugfedern zu ersetzen, die ohne einen besonderen Anlass gebräuchlichen Federn aus kalt gewalztem Stahl verwendet wurden, zu den alltäglichen Arbeiten eines Uhrmachers. „Ich habe meine Uhr überdreht“, hört der Fachmann dann von seinen schuldbewussten Kunden. Aber um mit einem weit verbreiteten Irrtum einmal aufzuräumen: Selbst die Trägerin einer Damenuhr müsste eine Zange zu Hilfe nehmen, um die Zugfeder ihres Ührchens zu „überdrehen“. Dies gilt heute mehr denn je, weil die in modernen Uhren verwendeten Federn im normalen Gebrauch unzerbrechlich sind. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Die früher so häufig von den Uhrmachern zu erneuernden Zugfedern waren schlichte Flachstahlbänder , die entweder durch Härten und anschließende Wärmebehandlung  eine Materialelastizität oder durch Wälzen in kaltem Zustand eine Eigenspannung erhalten hatten. Diese Federn hatten an beiden Enden ein Loch. Mit dem einen Loch wurde die Feder am Haken des so genannten Federkernes befestigt. Das andere Federende wurde am Haken des Federhauses eingehängt, in das die Feder nun spiralförmig gewunden wurde.Sobald die Aufzugwelle der Uhr gedreht und diese Drehung über Kupplungstrieb, Kupplungsrad und Kronrad auf das Sperrrad  übertragen wird, beginnt auch die Kraftzufuhr für das Uhrwerk. In diesem Moment wird die Zugfeder, die bisher mit ihren Umgängen fest an der Wand des Federhauses anlag, und die mit ihrem Loch an einem am Federkern sitzenden Haken eingehängt ist, zur Federhausmitte gezogen. Mit jeder Kronendehung windet sich die Zugfeder enger um den Federkern. Dabei versucht sie, das Federhaus hinter sich „her zu ziehen“, denn sie möchte sich ja soweit wie irgend möglich wieder entspannen. Das Federhaus beginnt also, sich zu drehen und treibt mit seinem Zahnkranz das Rederwerk der Uhr.

 

 

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